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Kuriose Kalender-Verschiebung

Von einem Frühlingsanfang bis zum nächsten vergehen nicht genau 365 Tage, sondern zusätzlich noch 5 Stunden, 48 Minuten und 45 Sekunden. Da ein Kalenderjahr aber nur 365 Tage hat, verspätet sich der Frühlingsanfang von Jahr zu Jahr um knapp 6 Stunden (5 Stunden, 49 Minuten). Schuld daran ist der Gregorianische Kalender. Zieht er sich mit einem Trick aus der Affäre?

Was bedeutet eigentlich der kalendarische Frühlingsanfang? In diesem Jahr fällt der Tag auf den 20. März und ist mit 12 Stunden genauso lang wie die Nacht. Die Sonne steht dann exakt senkrecht über dem Äquator. Würde die Sonne immer diesen Punkt einnehmen, gäbe es keine Jahreszeiten. Da die Erdachse allerdings geneigt ist und die Erde in einer anderen Ebene um die Sonne kreist, gibt es diesen Tag nur zweimal im Jahr: Einmal zum Frühlingsanfang und einmal zum Herbstanfang.

Von einem Frühlingsanfang bis zum nächsten vergehen nicht genau 365 Tage, sondern zusätzlich noch 5 Stunden, 48 Minuten und 45 Sekunden. Da ein Kalenderjahr aber nur 365 Tage hat, verspätet sich der Frühlingsanfang von Jahr zu Jahr um knapp 6 Stunden (5 Stunden, 49 Minuten).

Nach 4 Jahren ergibt sich daraus ein fast 24 Stunden (genau 23 Stunden, 16 Minuten) und damit knapp einen Tag späterer Frühlingsbeginn, den der gregorianische Kalender durch einen Schalttag wieder ausgleicht – jedoch – und das ist in diesem Zusammenhang das entscheidende – nicht nur ausgleicht, sondern um 44 Minuten pro Schaltjahrzyklus überkompensiert.

44 Minuten alle 4 Jahre – das summiert sich im Laufe des Jahrhunderts auf rund einen Tag, den sich der Frühlingsanfang zu früheren Terminen verschiebt. Auch die anderen Jahreszeiten beginnen natürlich im Laufe dieses Jahrhunderts tendenziell immer früher.

Erst ein kleiner „Trick“ des Gregorianischen Kalenders korrigiert diese Verschiebung wieder: Im Jahre 2100 fällt der Schalttag abweichend vom 4-Jahres-Zyklus aus. Damit ist Anfang des 22. Jahrhunderts wieder der 21. März als Frühlingsanfang möglich.